Warum sollte 2015 anders werden?

1999, als ich 15 Jahre alt war und nur so viel Taschengeld hatte, dass ich mir davon etwas Süßes, Wassereis, eine Kicker-Zeitschrift und hin und wieder mal einen neuen Fußball kaufen konnte (wenn bei dem alten das künstliche Leder bei jedem Schuss Flattergeräusche verursachte oder man den roten Innenballon schon sah), wollte ich Geld im Internet verdienen, um mir ganz andere Dinge zu leisten.

Damals, mit 15, waren es noch Videospiele, die coolsten Klamotten oder die neuesten Inliner.

Und das war meine Motivation.

Nicht falsch verstehen. Mir ging es damals gut. Ich war glücklich. Ich wollte aber ein bisschen mehr…

Ich war jung… und brauchte das Geld!

Ich war jung, neugierig und forsch und legte einfach los. Ich baute meine erste Internetseite, brachte mir selbst HTML bei und experimentierte mit diversen Skripten, um sie zum Laufen zu bringen.

Ich bin 15

Jung-Sebastian im Jahr 2000. Gerade dabei, das Internet zu verändern! :-o

Was mich von anderen unterschied: Ich ging ein Risiko ein und machte einfach! Ich hatte keine Angst vorm Scheitern, keine Zweifel.

Ich kaufte mir ein Skript für 80 $ (das entsprach etwa dem Taschengeld für 2 Monate!), um eine bestimmte Art von Seite aufzusetzen, eine Art Verzeichnis, mit dem ich dann einige Monate später mehrere Tausend Besucher erreichte und mit Hilfe eines Affiliate-Programms (eines der ersten damals!) mehrere Hundert DM , ja sogar bis zu über 1000 DM im Monat verdiente!

Diese Einstellung habe ich bis heute beibehalten. Was sich geändert hat, ist das WARUM, ist meine Motivation.

Mein WARUM!

Heute arbeite ich von zu Hause aus im Internet, weil ich es will.

Ich bin selbstständig, weil ich nicht mehr angestellt sein möchte.

Und obwohl ich selbstständig bin, arbeite ich nicht immer selbst und schon gar nicht ständig – etwas, was Dir einige Unternehmenscoaches weismachen wollen.

Ich bin selbständig, weil ich

  • selbst entscheiden möchte, was ich mache und wie ich mein Geld verdiene;
  • ohne Druck arbeiten möchte, sei es psychologisch gesehen oder zeitlich;
  • meine eigenen Ideen umsetzen möchte (und bereit bin, für den Erfolg oder Misserfolg die Verantwortung zu tragen);
  • aufstehen möchte, wann ich will und nicht dann, wenn der Wecker klingelt;
  • von jedem Ort der Welt aus (vorausgesetzt es gibt Internet) arbeiten kann.

Zudem bin ich selbstständig und alleine (und baue mir kein Unternehmen auf), weil ich nicht die Verantwortung für das Leben anderer Menschen und Mitarbeiter haben möchte und diese weder führen noch kündigen will.

Bei Dir mag all das anders sein.

Was ich Dir mit meiner kleinen Geschichte nahebringen möchte, ist, dass Du Dein WARUM und Deinen Grund, warum Du etwas im Internet bewegen möchtest, kennen solltest.

  • Warum investierst Du Zeit in das Lesen dieses Artikels?
  • Warum möchtest Du eine Internetseite aufbauen?
  • Warum möchtest Du mit Internetseiten nebenher Geld verdienen?

Ich denke, dass unser Leben kostbar ist…

Das Leben genießen

Das Leben genießen!

… und wir nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung haben.

Warum sollten wir in einem Hamsterrad gefangen sein und nur das tun, was andere von uns erwarten und wollen?

Gerade hat ein neues Jahr begonnen. Das ist immer eine gute Möglichkeit, die eigene Situation zu überdenken, zu analysieren, zu reflektieren.

Was mir dabei meist hilft, ist, das vorherige Jahr zu analysieren.

Wie viel Zeit habe ich für welche Dinge aufgewendet, und was haben sie mir an Ertrag oder an Freude gebracht?

Woran sollte ich weiterarbeiten, und was sollte ich lieber sein lassen?

Der Fokus ist das A und O.

Die Menschen denken, sich zu fokussieren, bedeutet “Ja” zu der Sache zu sagen, auf die Du Dich konzentrierst. Aber das ist überhaupt nicht, was es bedeutet. Es bedeutet, “Nein” zu den anderen hundert guten Ideen zu sagen, die es gibt. Du musst vorsichtig wählen.
Steve Jobs

Habe ich eventuell zu viele Projekte, wodurch ich mich nicht wirklich auf eines fokussieren und konzentrieren kann?

Analysiere das letzte Jahr und überprüfe, ob Du nicht eventuell zu viele Dinge auf einmal angefangen hast und erreichen möchtest. Fange lieber mit nur einer Sache an. Entscheide für Dich, was den meisten Sinn ergibt. Wobei hast Du das beste Gefühl? Was wirst Du am besten umsetzen können, und was wird Dir am besten dabei helfen, Deine Ziele für 2015 zu erreichen?

Es ist schwierig, NEIN zu vielen neuen Möglichkeiten, Projekten und Geschäftsideen zu sagen.

Aber schon Steve Jobs war radikal im Kürzen und Neinsagen zu Dingen, die ein iPhone, iPad oder MacBook nicht brauchte. Reduktion auf das Wesentliche.

Es ist aber so schwer…

Ich habe im letzten Jahr einige Skype-Gespräche und auch persönliche Gespräche mit Menschen geführt, die ich über meinen Blog kenne.

Viele beschweren sich. Sind es leid. Haben keine Lust mehr, keine Motivation mehr. Haben vieles probiert und nichts funktioniert so richtig. Immer wieder gibt es neue Stolpersteine. Mal ist es die Technik, mal das Verständnis, mal die Fachbegriffe, mal das Gesamtbild, mal der fehlende Fokus auf das Wesentliche.

Viele wurden enttäuscht, betrogen, hintergangen. Sind daher skeptisch, vorsichtig und trauen niemandem. Sind ängstlich, Geld in Werkzeuge zu investieren. Scheuen sich vor neuen Plattformen, neuen Möglichkeiten. Sie versuchen es dennoch. Sie fahren Auto, ja. Aber sie fahren mit angezogener Handbremse.

Andere wiederum sind motiviert, hungrig. Machen sich Zeitpläne, setzen sich Ziele. Schaffen es, den schwierigen Alltag, den nicht mehr erfüllenden Beruf, die Familie und den Aufbau eines Online-Business unter einen Hut zu bringen. Doch sie scheitern ebenfalls. Sie vergeuden zu viel Zeit mit der Theorie. Sie lesen zu viel, wollen zu viel lernen, zu viel konsumieren, zu viel wissen. Stellen zu viele Fragen, hinterfragen alles. Sie kommen nicht dazu, Dinge umzusetzen, auszuprobieren. Aus Fehlern zu lernen.

Aber kann man Ihnen einen Vorwurf machen?

Wie war es denn in der Schule?

Du hast ein halbes Jahr lang nur Theorie gehabt. Meist Frontalunterricht. Durftest jede Frage stellen. Am Ende kam eine Klassenarbeit. Dort wurde Dein Wissen abgefragt. Du konntest recht gut auswendig lernen, doch 2 Wochen später wusstest Du davon nur noch einen Bruchteil. Und was hast Du davon fürs Leben mitgenommen?

Meistens nichts.

Etwas tiefer geht Ben von Anti-Uni auf dieses Thema in dem Artikel Die 3 größten Lügen unseres Schulsystems ein.

Wie wir dennoch etwas lernen können…

Was hängen bleibt, sind die Erfahrungen, die wir machen. Wenn wir auf die Schnauze fallen. Wenn wir viel Geld verlieren. Wenn wir stinksauer sind und zum Anwalt laufen. Wenn wir Mist bauen und einen Fehler begehen, der uns 5000 € kostet. Wenn die Liebe unseres Lebens uns verlässt und wir auf einmal alleine dastehen. Wir lernen immer dann am besten, wenn wir Erfahrungen machen, die uns emotional treffen. Wir lernen am besten, wenn wir Fehler machen und aus den Fehlern lernen.

Damit wir uns kontinuierlich verbessern und irgendwann auch erfolgreich ein Online-Business führen, müssen wir unter anderem zwei Dinge beherzigen:

  1. Fehler machen
  2. Fehler analysieren und das nächste Mal besser machen

Wie macht man denn nun Fehler?

Man muss einfach anfangen. Klar, ein wenig Recherche, Analyse und Überlegungen sind notwendig. Aber nicht so viel, wie die meisten denken.

Wenn ich die Idee für ein neues digitales Infoprodukt habe, dann nehme ich mir ein Wochenende Auszeit und mache an diesem Wochenende die Recherche, die Seitenerstellung und die Produkterstellung. Gut, damit ist das Ganze noch nicht komplett fertig, aber der Grundbaustein für die nächsten Schritte ist gelegt. Und das tue ich nicht, weil ich schon zig mal so vorgegangen bin, sondern weil ich einfach mache und Herausforderungen oder Probleme erst dann löse, wenn sie auftauchen. Ich mache mir nicht so viele Gedanken, ob die Farbe, die Anordnung oder der Text nun ideal sind. Das sind sie nämlich nie. Mit der Zeit wird man sowieso gewisse Dinge ändern und verbessern, also sollte man zunächst einfach tun!

Was ich Dir eigentlich sagen möchte

Nimm aus diesem Artikel folgende Dinge mit (und die, die zwischen den Zeilen stehen, natürlich auch!):

  • Lege Ängste, Zweifel und Bedenken ab! Du willst Unternehmer sein – also gehe Risiken ein!

Solche Gedanken, Zweifel und Ängste wie in dieser E-Mail musst Du ablegen. Wenn Du Unternehmer sein willst, dann denke und handle auch so!

Was mir neulich ein Leser schrieb...

  • Jeder Tag, an dem Du nur konsumierst und denkst und nichts bewegst oder handelst, ist ein verlorener Tag! Setze um. Nur durch Deine Handlungen wirst Du etwas bewegen können. Wirst Du Erfahrungen und Fehler machen können. Und Fehler sind wichtig! Kalkuliere diese mit ein und freue dich, dass Du etwas aus Fehlern lernen kannst!

Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun.
Johann Wolfgang von Goethe

  • Analysiere und korrigiere.
  • Freue Dich über kleine Erfolge, sei es das erste Aufsetzen einer Webseite, der erste Besucher, der erste Kommentar oder der erste Verkauf! Jeder noch so kleine Erfolg wird Dich bestärken und motivieren – Du musst ihn aber auch wertschätzen!

Genau, wie es dieser Teilnehmer von bonekMAS gemacht hat:

Beweis, dass es geht

Entscheide, ob Du zu den 5 % gehören möchtest, die es wirklich wollen und dann auch schaffen, oder zu den 95 %, die es zwar irgendwo ganz tief im Inneren wollen, aber nicht die Voraussetzungen dafür mitbringen und nicht bereit sind, das zu tun, was notwendig ist!

Gehörst Du zu den 5 %, dann trage Dich in meinen Newsletter ein und Du wirst im Laufe der nächsten Zeit Hilfe und Ansporn erhalten, um durchzuhalten.

Für Deinen Erfolg im Internet

Sebastian

PS: Kennst Du jemanden, der diese Art von Motivation gebrauchen kann? Dann teile diesen Artikel mit ihm!

PPS: Gerne lese ich im Kommentarbereich Dein WARUM und was Dich antreibt oder bremst.

Hat Dir der Artikel weitergeholfen?

Dann trage Dich in meinen Newsletter mit über 4.000 Lesern ein,
um über neue Artikel und private Tipps per E-Mail informiert zu werden.
(Außerdem gibt es ein SEO-Handbuch gratis dazu!)



17 Kommentare… add one

  • Sabrina Jan 8, 2015

    Danke für den tollen Artikel Sebastian. Ich habe für mich schon entschieden, dass ich den Weg gehen will und mir was eigenes aufbauen will. Raus aus dem Hamsterrad und endlich mal das machen, was mir wirklich Spaß macht. Vor allem will ich es genauso machen, wie ich es will und nicht wie andere.

    Ich drücke allen, die genauso Denken die Daumen, dass auch sie den Schritt wagen und nie bereuen werden.

    LG Sabrina

  • Alexander Kouba Jan 8, 2015

    Sehr inspirierend. Einfach handeln und ausprobieren ist sicherlich die beste Methode. Jeden Fehler muss man zuerst einmal selber machen. Nur durch die eigene Erfahrung lernt man in dieser Branche dazu.
    Liebe Grüße
    Alexander Kouba

  • Alex Jan 8, 2015

    Vielen Dank für den Artikel und ein frohes neues Jahr 2015 🙂

  • Ben Jan 8, 2015

    Hey Sebastian,

    danke für den schönen Artikel. Da steckt viel Wahrheit drin.

    (Und danke auch für den Verweis auf den Artikel auf meinem Blog.)

    Viel Erfolg dir in 2015 und weiter so!

    Ben

    • Sebastian Czypionka Jan 9, 2015

      Danke für Deinen Kommentar Ben. Auch Dir viel Kraft, Inspiration, Mut und Durchhaltevermögen auf dem Weg Deiner spannenden Mission. Oder um es in Jean Pauls Worten zu sagen: „Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur“.

  • Markos Jan 8, 2015

    Ein wirklich sehr toller und motivierender Artikel Sebastian. Man benötigt Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit. Wenn man vom Internet Marketing leben möchte, dann muss man dafür ich auch in das TUN kommen. Bedenken wie Du auch im Artikel zeigst … muss man ausblenden.

  • AceAttack Jan 8, 2015

    Du hast sehr schön beschrieben was den erfolgreichen vom Looser unterscheidet. Es gibt keinen besseren Weg als zu Handeln, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Und wenn man das erst mal verstanden hat, kann man Problemen oder Niederlagen immer auch etwas positives abgewinnen. Und das wiederum spiegelt sich in deinem Umfeld, weshalb es noch leichter wird sich weiter zu entwickeln und noch mehr Erfolg zu haben. Eine positive Grundeinstellung zu sich selbst und seinen Fehlern sind der Grundstein für eine positive Entwicklung der eigenen Fähigkeiten und Persönlichkeit.

  • Lehremi Lehremi Jan 9, 2015

    Hätte ich diesen Artikel bereits früher gelesen, hätte ich mir viel Zeit gespart. Es war so motivierend, dass ich es gleich zwei Mal durchgelesen und als Lesezeichen (Symbolleiste) abgespeichert habe.

    Ich werde diesen Artikel sicherlich noch öfters lesen…

    Chapeau Maestro!

  • Astrid Ryzek Jan 9, 2015

    Hallo Sebastian,

    dem kann ich nur noch hinzufügen: Fehler machen ist unbedingt notwendig und nach dem Yin-Yang-Prinzip auch gar nicht vermeidbar!
    Wichtig ist beim Fehler-Erkennen auch, sofort zu stoppen und nach Lösungen und Alternativen zu suchen. Und weiter geht´s.
    Das kann mit der richtigen Einstellung sogar Spaß machen. 😉

  • Ben Jan 9, 2015

    Ich will aber nicht zu den 5% sondern zu den 1% gehören :p

    Kleiner Spass beiseite, meine Motivation deckt sich ungefähr mit meiner. Obwohl ich mittlerweile sagen muss, dass Home Office gar nicht so cool ist, wie ich es mir anfangs vorgestellt habe…
    Werde mir wohl ~Februar in der Nähe ein Büro anmieten – Next step quasi 😎

    Wünsche dir & und allen anderen ein erfolgreiches Jahr

  • Nikodemus Jan 13, 2015

    Um in den Club der 5% zu kommen, muss man zuallererst die richtigen Alleinstellungsmerkmale und die USP (Unique Selling Proposition) finden. Hat man eine Sammlung funktionierender Alleinstellungsmerkmale zusammen gestellt, dann muss man diese wenigstens jährlich dem veränderten Markt anpassen. Daran scheitern die meisten, auch wenn sie noch so willig sind. Ich habe mir dafür eine Checkliste gemacht, die bestens funktioniert.

  • Tony Jan 14, 2015

    Ich versuche auch gerade durchzustarten mit einer eigenen Seite. Wäre nett wenn ihr mal vorbeischaut und mal ein Kommentar hinterlasst 😉 Danke

  • Elias Jan 21, 2015

    Wieder mal ein Top Artikel! Wurde natürlich auch geteilt mit meinen Bekannten 😉 wir sind alle Deiner Meinung. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg!

    Viele Grüße,
    Dein treuer Leser Elias aus dem bonekMAS Kurs 😉

  • derwolf Jan 29, 2015

    Sehr schön geschrieben. Vieles erinnert mich an mich selbst… Kannte deinen Blog bislang nicht. (Schande über mich) Viele Grüße derwolf

  • Ly Mrz 1, 2015

    Danke für den inspirierenden Mutmacher. Es erinnert mich an meinen Start als
    Offline-Selbständige. Irgendwann merkte ich, dass die Akquise-Workshops bei Veranstaltungen überfüllt waren und mir wurde klar: Wenn ich jetzt losziehe und mein Wissen dazu umsetze, habe ich 100% mehr Chancen auf Aufträge als die meisten hier.

SCHREIB EINEN KOMMENTAR